Eine Agfa Isolette geht auf Reisen - Mein Fotojahr oder die beste Kamera ist die, die du dabei hast - Der Moorknipser

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Eine Agfa Isolette geht auf Reisen

Der Moorknipser
Herausgegeben von in FFP - Facebook-Foto-Projekt ·
Tags: facebookIsoletteanalogeFotografieMoorknipser
Nach dem Shooten ist vor dem Versenden
oder
Ist die Analogfotografie etwas für mich?

Das Projekt „Eine Isolette geht auf Reisen“ nimmt immer mehr Fahrt auf. Seit gut 1 1/2 Wochen ist die Kamera jetzt bei mir und heute habe ich den zweiten Film verknippst. Einige Orte, die ich noch in meiner Planung hatte, konnte ich heute bei fast frühlingshaftem Wetter ablaufen. Einige ganz interessante und zum Thema passende Motive waren auch dabei. Jetzt muss ich nur noch den Film zum Entwickeln bringen und warten ... warten .... warten.
 
 
Die Abzüge meiner Fotos werde ich wohl erst in ca. zehn bis vierzehn Tagen in den Händen halten.
 
 
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Bilder geworden sind.
 
 
Die größte Angst, die ich habe ist, dass keine wirklich „guten“ Fotos dabei sind.
 
 
Alles lief ja analog, d.h. Blende, Verschluss, Entfernung musste vor der Aufnahme eingestellt werden und nachdem Auslösen gab es keinen Blick auf das Display mit anschließender Korrekturmöglichkeit. Nun ja, wir werden sehen.
 
 
Nun stellt sich mir die Frage: „Ist die Analogfotografie ein Bereich, in den ich mich weiter einarbeiten möchte?“
 
 
Meine Antwort lautet ganz klar: Ja, nein, vielleicht - eher nicht!
 
 
Ich finde das Projekt, die Idee von Dimo, eine Kamera quer durch Deutschland zu schicken, Hobby- und Profifotografen daran teilhaben zu lassen, immer noch großartig und ich würde jederzeit wieder teilnehmen. Das Fotografieren mit einer sechzig Jahre alten Kamera hat mir ebenfalls richtig Spaß gemacht.
 
 
Viele Analogisten sagen immer, dass im Gegensatz zur Fotografie mit einer digitalen Kamera, alles viel bewusster und entschleunigter abläuft.
 
 
Ich kann in diesem Punkt nur für mich sprechen, aber ich schätze die Vorteile der digitalen Fotografie: In bestimmten Situationen übernimmt die Kamera Einstellungen für mich. Ich brauche mich dann nicht um die richtige Blende oder die Verschlusszeit kümmern, sonder konzentriere mich voll und ganz auf mein zu fotografierendes Objekt. Wenn mir dies aber zu viel Kontrolle seitens der Kamera ist, so besteht ja immer die Möglichkeit, die DSLR auf „Manuell“ zu stellen und mich gewähren zu lassen.
 
 
Den Aufschrei der Analogfreunde kann ich jetzt schon bis hierher hören: Aber was ist mit dem besonderen Look, den ich mit einem Film bekomme, der Umgang mit einer analogen Kamera usw. – es gibt sicherlich noch viele weitere (gute) Argumente.
 
 
Für mich ist die Fotografie ein Hobby, bei dem ich entspannen kann, Ruhe finde, mal schnell einige Schnappschüsse mache und mich natürlich auch an der Technik erfreue und deren großen Vorteile sehr zu schätzen weiß.
 
 
Die Teilnahme an diesem Projekt war eine sehr große und spannende Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich freue mich sehr auf all die noch zu fotografierenden Motive der übrigen Teilnehmer. Wenn dann, wie es Dimo geplant hat, die Fotos noch für einen guten Zweck versteigert werden, bin ich natürlich auch ein wenig stolz, einen kleinen Teil dazu beigetragen zu haben.
 
 
Jetzt werde ich die Isolette wieder gut verpacken und auf eine ca. 800 km lange Reise in den Süden der Republik schicken.
 
 
Ich wünsche dem zweiten Fotografen ganz viel Spaß und vorallem immer gutes Licht!
 
 
Grüße aus´m Moor, euer Matthias
 
 
Weitere Blogs zu dem Projekt findet ihr bei Dimo Tabken und Katrin Bechhold
 



2 Kommentare
Matthias
2018-03-06 07:59:27
Es gibt unter Fußballfans einen schönen Spruch: In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Ich finde das passt auch hier ganz gut und so soll es ja auch sein. Jeder so wie er es am liebsten mag. Aber du hast Recht, das Warten auf die Bilder ist ein wenig wie Weihnachten. Vorfreude ist die schönste Freude.
Entwickeln lasse ich die Bilder eigentlich bei einem Fotofachgeschäft hier im Ort. Ich bin davon ausgegangen, dass die auch noch selber entwickeln. Das war wohl auch bis vor Kurzem der Fall, doch nun werden die Filme in ein Großlabor (CeWe) geschickt.
Katrin
2018-03-05 20:49:07
Bin auch schon sehr gespannt auf Deine Ergebnisse 🤓. Ich hab analog angefangen, vielleicht fühlt sich das daher alles eher vertraut an - ich hab auchnie ganz aufgehört, analog zu fotografieren ... irgendein analoges Schätzchen hatte ich eigentlich immer im Schlepptau.
Und ich entwickle selbst - das ist natürlich ein enormer Vorteil - schon ungewohnt, wenn man die Filme erst wegschicken muss. Was ich aber immer wieder mag ist die Überraschung und Freude, wenn dann der Fulm endlich entwickelt ist bzw. kommt - das ist doch irgendwie immer noch nett und hat ein bisschen Magie.
Das hat die digitale Fotografie nicht.
Aber ich bin sicher keine, die das eine besser findet, als das andere, ich benutze beides und immer wieder hat mal analog Vorteile und ein andermal digital.
Nett isses doch, dass man mal was anderes ausprobiert hat - und ich bin sicher, dass da einiges gutes dabei rauskommt!
Wo hast Du die Filme jetzt hingeschickt?
Liebe Grüße Katrin

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